Weil jeder Tag besonders ist – Dr. Biyon Kattilathu

Weil jeder Tag besonders ist – Dr. Biyon Kattilathu

Hinter diesem Buch steckt eine sehr wunderbare Idee – die Aufmerksamkeit der Menschen auf das Gute und Positive im Leben zu richten. Ganz bewusst, mit wenig Zeitaufwand, aber dafür umso größerer Wirkung. Nämlich mit Nachhaltigkeit.

Die Struktur ist die eines Tagebuches. Jeden Morgen und jeden Abend beantwortet man drei Punkte, die einen ganz selbstverständlich auf tolle Dinge und Gedanken des Tages fokussieren.

Man setzt sich Ziele und investiert am Tag ganz wenige Minuten, die dazu führen, dass man ganz selbstverständlich anfängt sich weniger auf negatives zu konzentrieren.

Ich bin sehr begeistert und dankbar für diesen Begleiter, denn mir hat er sehr geholfen mein Denkmuster zu verändern.

⭐️⭐️⭐️⭐️

Meine beste Freundin – Sarah Alderson

Meine beste Freundin – Sarah Alderson

Im Klapptext lernen wir Lizzie kennen, welche eine Freundin namens Becca hat, zu der sie zum jetzigen Zeitpunkt aber nur noch über soziale Netzwerke Kontakt hält. Nach einem Unfall war Becca verschwunden und durch einen Zufall stößt Lizzie via kurzem Stalking auf Beccas perfektes Leben, welches sie auf Facebook darstellt.

Becca scheint aber wohl mit Vorsicht zu genießen.

Soweit so gut.

Es wird allerdings im Buch selbst recht schnell klar, dass das nicht alles sein kann.

Wir starten in einem Verhör, in dem Lizzie beschreibt was für ein Mensch Becca ist.

Im nächsten Step landen wir dann in der Vergangenheit, erzählt aus Lizzies Sicht. In dieser Erzählung kommt sie sehr unsympathisch, egoistisch und eingebildet rüber. Das Puzzle fügt sich langsam zusammen.

Bis wir in Beccas Story geführt werden. Danach sieht die Welt ein wenig anders aus.

Um nicht zu Spoilern beende ich die Erzählung an dieser Stelle.

Es ist wirklich ein sehr spannendes Buch, allein wegen unzähliger Wendungen. Jedes Mal wenn ich dachte, dass ich es durchschaut habe, kam es nochmals anders. Das mag ich sehr.

Allerdings fehlte mir zum Schluss der große Aha-Effekt.

Deshalb ziehe ich einen Stern ab.

Und einen weiteren Stern, da ich den Titel nicht sehr passend finde. Das ergibt sich allerdings erst am Ende.

Dafür gefällt mir das Titelbild sehr gut.

⭐️⭐️⭐️

Die Mörderinsel – Eric Berg

Die Mörderinsel – Eric Berg

Eine super spannende Geschichte aus der Kategorie deutscher Insel-Krimi!

Es war mein erstes Hörbuch und ich bin absolut begeistert.

So verworren die Geschichte auch ist, die Sprecherin versteht es, verständlich zu lesen. Sie stellt die Charaktere gut dar und liest mit Herzblut.

Die Story beginnt mit einem Mord und dem schlechten Gewissen einer Reporterin nicht genauer hingesehen zu haben. Sie begibt sich also zurück an den Ort des Verbrechens. Ohne zu ahnen, was sie erwartet.

Die Kapitel springen von der Gegenwart in die Vergangenheit, doch werden stets bezeichnet, so dass man beim Zuhören nicht durcheinander kommt.

Es gibt unzählige Charaktere, die in irgendeiner Weise zusammengehören. Typisch Dorfgemeinschaft. Man ist ständig hin und hergerissen zwischen „Aha“ und „Oh“, jede Vermutung wird bald wieder zerschlagen. So bleibt man immer am Ball. Es bleibt stets spannend und ich konnte kaum ausschalten. Ich wollte immer wissen was als nächstes passiert.

Ein sehr gelungener Krimi, den ich absolut weiterempfehlen möchte!

⭐️⭐️⭐️⭐️

Todeswunsch – Michael Robotham

Todeswunsch – Michael Robotham

Mein zweites Buch des Schriftstellers und ich bin wieder sehr begeistert.

Vorab muss ich ehrlicherweise gestehen, dass es keinen „Wow“-Effekt hatte, aber der Schreibstil ist absolut fesselnd und sowohl der Protagonist, als auch all die Beteiligten wachsen dem Leser ans Herz.

Die Story setzt sich aus vielen einzelnen Elementen zusammen und fügen sich nach und nach in ein Gesamtbild. Der Leser wird stets nah herangeführt, um selbst Schlüsse zu ziehen, bekommt es aber kurze Zeit später nochmal detailliert erklärt (falls man des Rätsels Lösung nicht gleich selbst findet). Das finde ich an sich ganz gut, denn dadurch bleiben letztendlich tatsächlich keine Fragen offen.

Spannungstechnisch bewegt sich das Buch eher im unteren Mittelfeld, welches sich aber zum Schluss enorm steigert.

Trotzdem eines der besseren Thriller, die ich gelesen habe! Ich persönlich mag den Schreibstil des Schriftstellers sehr.

⭐️⭐️⭐️⭐️

Die letzten ihrer Art – Maja Lunde

Die letzten ihrer Art – Maja Lunde

Obwohl ich sehr lange für diesen Roman gebraucht habe, standen mir am Ende die Tränen in den Augen.

Angelockt wurde ich von drei Geschichten verschiedenster Menschen aus drei unterschiedlichen Epochen, die letztendlich dasselbe Ziel verfolgten.

Ich bin ziemlich gut reingekommen, der Schreibstil ist flüssig und auch, wenn man bislang nichts mit Wildpferden am Hut hat, kommt man schnell voran. Denn natürlich geht es mehr um die Menschen und deren Geschichten, die den Rahmen der Rettung der Pferde bilden.

Mir sind alle drei Protagonisten sehr ans Herz gewachsen und auch, wenn ich das Buch mittig etwas zäh empfand, belohnt einen das letzte Viertel komplett. Jede Geschichte findet zum genau richtigen Zeitpunkt ihr Ende. Das gelingt wenigen Autoren in dieser Form! Dafür gibt es einen extra Stern!

Wirklich ein schönes Buch mit einem ganz besonderen Ursprungsgedanken!

⭐️⭐️⭐️⭐️

Rückkehr nach Old Buckram – Phillip Lewis

Rückkehr nach Old Buckram – Phillip Lewis

„Ein wunderschönes Buch über die Bande, die eine Familie zusammenhalten, die Gespenster, die wir nicht loswerden, und die Geschichten, die uns prägen.“

Ich finde dieses Zitat beschreibt den Roman schon ganz gut.

Angelockt von Cover und Titel, überzeugte mich der Klapptext, der „eine unvergessliche Geschichte über die Zerbrechlichkeit unserer Existenz und die Liebe eines Sohnes zu seinem Vater“ verspricht, dann endgültig.

Wir lernen zuerst den Vater unseres Protagonisten kennen. Ein Buchliebhaber, der davon träumt Schriftsteller zu werden und alles dafür tut, um sein Ziel zu erreichen.

Er verlässt seine Heimat, Old Buckram, um seinen Traum zu verwirklichen.

Dann kehrt er zurück. Eigentlich um seine kranke Mutter noch einmal zu sehen…

Der Anfang vom Ende?

Sein Sohn, der seine Kindheit später nochmals reflektieren wird und selbige in Old Buckram verbringt, flieht bei erster Gelegenheit von dort und kehrt erst viele Jahre später zurück, um endlich zu verstehen, was damals passierte.

Das wahre Ausmaß erschließt sich dem Leser erst zum Ende hin.

Aus kindlicher Sicht schien irgendetwas nicht zu stimmen und doch gleichzeitig alles in Ordnung zu sein.

Wohin werden ihn seine Erkenntnisse mit Abstand betrachtet führen?

Wir begleiten ihn auf all seinen Höhen und vor allem Tiefen.

Der Schreibstil ist sehr schön und hat mich ab Seite eins abgeholt. Der Autor beschreibt Landschaften, das Haus, Gegenden und Gegebenheiten so bildlich, dass man als Leser mit vor Ort ist. Ich kam zügig voran und wollte stets dabei bleiben, um zu wissen wie es weiter geht.

Ein unglaublich tragischer Roman, der unendlich viel Leid, Leidenschaft, aber auch Hoffnung in sich trägt.

Und gleichzeitig eine Hommage an große Schriftsteller und ihre Werke!

⭐️⭐️⭐️⭐️

Nach Mattias – Peter Zantingh

Nach Mattias – Peter Zantingh

Ein Buch über die Frage „Was bleibt von uns zurück, wenn wir morgen nicht mehr da wären.“

Ein sehr spannendes Thema, wie ich finde. Denn darüber macht man sich schließlich eher selten Gedanken. Natürlich. Das Thema Tod sollte nicht sooft präsent sein.

Wir lernen acht Personen kennen, deren einzige Verbindung „nach Mattias“ ist. Acht verschiedene Leben, die sich dadurch verändern. Einige standen ihm sehr nahe, andere kannten ihn kaum. Und doch fügt sich am Ende alles.

Durch diese Personen lernen wir auch Mattias kennen. Es kommen immer neue Informationen dazu, wie er war, was ihn ausmachte. Und auch, was mit ihm passiert ist.

Der Schreibstil ist sehr flüssig, nicht oberflächlich. Der Text ist tief und hat mich berührt. Zum Nachdenken gebracht.

Die Thematik ist schwer, aber der Autor schafft es positive Ansätze zu transportieren. Es bleibt keine Trauer zurück. Sondern Zukunft. Positiv. Umdenken.

Ein wunderbares Werk!

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Die Bagage – Monika Helfer

Die Bagage – Monika Helfer

Angelockt vom Titelbild finde ich den Zusammenhang, nachdem ich das Buch nun gelesen habe, schwer.

Aber gut, das ist eher nebensächlich.

Vor allem interessant fande ich, dass die Autorin ihre eigene Herkunft recherchiert und dementsprechend autobiografisch erzählt.

Was allerdings überhaupt nicht meins ist, ist der Schreibstil. Sicher spielt das Geschehen in einer früheren Zeit. Da wurde anders gesprochen. Noch dazu „auf dem Land“.

Die Autorin springt aber zudem noch von der Erzählerin zurück in die Vergangenheit, zur Gegenwart, hin und her. Es ist teilweise wirklich verwirrend.

Es war ein schlankes Buch und doch musste ich oft die Seiten mehrfach lesen, damit mir inhaltlich nichts verloren geht. Das hat keine Lesefreude aufkommen lassen. Für ein Buch von heute, auch wenn es damals eben so war, nicht günstig. Vielleicht würde eine abgeschwächte Form das Leseerlebnis erhöhen.

Die Idee zum Buch ist toll und ich hoffe die Autorin hat Antworten auf ihre Fragen bekommen und ist glücklich mit all den Informationen, die sie recherchiert hat!

Von mir (aus Leser-Sicht) nur zwei Sterne.

⭐️⭐️

Kurt – Sarah Kuttner

Kurt – Sarah Kuttner

Eine Beurteilung für dieses Buch zu schreiben fällt mir tatsächlich sehr schwer.

Ich getraue mich gar nicht so recht.

Nicht, weil mir das Buch nicht gefallen hat.

Eher weil die Thematik so heikel ist.

Über Trauer zu schreiben, finde ich unheimlich mutig.

Und sie hat es so fantastisch gemacht!

Ich persönlich bin so verzaubert.

Nehmen wir diese „fiktive“ Geschichte her: ein Kind stirbt. Grausam.

Wie geht man damit um? Der Partner? Die Welt, die sich einfach weiter dreht?

So eine starke Protagonistin. Sie gibt ihr Bestes. Fast alles auf.

Ich möchte nicht Spoilern, deshalb höre ich hier lieber auf.

Ich liebe Sarah Kuttners Schreibstil immer noch sehr! Sie schreibt wie sie spricht. Ich höre sie beim Lesen vorlesen 🙂

Wunderbar!

Danke für dieses Buch!!

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Eine fast perfekte Welt – Milena Agus

Eine fast perfekte Welt – Milena Agus

Ich bin mehr als hin und her gerissen mit meiner Meinung zu diesem Buch…

Der Grundtenor „das wir alle Vorraussetzungen für ein erfülltes Leben in uns tragen“ ist wunderbar.

Allerdings für meinen Geschmack literarisch etwas flach abgehandelt.

Der Schreibstil ist sehr einfach, was an sich kein Problem ist. Aber in dem Fall fiel mir das Lesen recht schwer. Vielleicht liegt es auch an der Übersetzung. Die Sätze sind sehr abgehackt und wenig zusammenhängend. Es fiel mir schwer mich zu konzentrieren.

Aus diesem Grund konnte ich leider auch zu keiner der Personen eine enge Bindung aufbauen. Sie waren so weit weg. Und dann war ich plötzlich wieder ganz in der Situation. Sehr schwierig zu beschreiben…

Anhand des Klapptextes und der Buchbeschreibung hatte ich mir inhaltlich auch etwas Anderes vorgestellt. Mehr Sardinien.

Das klingt jetzt alles sehr negativ, deshalb möchte ich zum Schluss noch sagen, dass Felicita eine wunderschöne Sicht auf die Dinge vermittelt, wie schlimm die Umstände auch sein mögen.

Wenn wir uns alle ein wenig davon mitnehmen können, ist das Ziel nicht mehr fern 🙂

⭐️ ⭐️ ⭐️