Durst – Jo Nesbø

Durst – Jo Nesbø

Hervorragend!!

Ich bin wirklich sehr beeindruckt mit welchem Geschick der Autor agiert!

Es war mein erster Nesbø und es wird nicht mein Letzter bleiben. Auch wenn ich die Reihenfolge wieder einmal etwas vergeigt habe.

So, jetzt aber zum Buch:

Unser Hauptermittler Harry erinnert ein bisschen an Carl Mørck. Wer also ein Fan von dieser Buchreihe ist, sollte unbedingt hier mit einsteigen.

Ein bisschen eigenbrödlerig und doch herzensgut, so kommt Harry daher.

Zurückgeholt, um einen Serienmörder zu schnappen, der schon aus früheren Ermittlungen bekannt ist. Denn Harry ist mit seinen Eigenheiten absolut genial. Gedankengänge, die sonst keiner hat, Ideen auf welche keiner kommt – so löst er den kniffligsten Fall.

Aber auch diesen?

Schaut es euch selbst an 🙂

Der Schreibstil ist sehr flüssig und klar verständlich. Der Autor hält die Spannung ununterbrochen hoch. Immer wieder neue Wendungen, aber auch unsägliche Grausamkeiten halten den Leser bei der Stange.

Ich kann den Autor wärmsten empfehlen!

Werbeanzeigen

Ohne ein einziges Wort – Rosie Walsh

Ohne ein einziges Wort – Rosie Walsh

Vorab muss ich ehrlicher Weise zugeben, dass ich das Buch auf Empfehlung einer engen Freundin gelesen habe. Aufgrund von Titel und Cover wäre es absolut durch mein Auswahlraster gefallen. Das ist gar nicht böse gemeint, nur einfach nicht mein bevorzugtes Genre.

So, nun zum Wesentlichen:

Wir erleben eine Geschichte zweier Fremder, die sich Hals über Kopf ineinander verlieben und sofort wieder verlieren.

Wir steigen direkt mit oben genannter Situation ein und begeben uns mit der Protagonistin Sarah auf die Suche nach Eddie, der sich nach einer wunderbaren Woche voller Liebe plötzlich nicht mehr meldet.

Ist ihm etwas zugestoßen?

War alles nur gespielt?

Die Suche ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle.

Und dann kommt alles ganz anders.

Diese Wendung ist so spektakulär, dass ich gar nicht weiter Spoilern möchte. Das müsst ihr euch selber zu Gemüte führen!

Zusammengefasst ist das aber das Aufregendste am Buch. Die Geschichte ist gut, die Protagonisten sympathisch. Aber der Verlauf ist ab einem bestimmten Punkt sehr vorhersehbar.

Es ist ein typischer, gefühlvoller Roman, wer das mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen!

Der Beobachter – Charlotte Link

Der Beobachter – Charlotte Link

Wieder ein erstklassiger „Link“!!

Mich fasziniert immer wieder aufs Neue, wie sie es schafft innerhalb so vieler Seiten die Spannung so hoch zu halten. Ja sogar es nach Auflösung der Ereignisse noch zu steigern! Fantastisch!

Der Buchtitel gibt ziemlich gut Aufschluss über einen Teil des Inhaltes.

Wir starten mit verschiedenen Charaktere, welche wir schnell kennenlernen und welche sich auf die eine oder andere Weise später miteinander verbinden.

Die Autorin schafft es den Leser nicht zu verwirren, die Schreibweise ist klar strukturiert, so dass man wirklich nicht durcheinander kommt, aber stets gespannt bleibt.

Das Lesen macht hierbei großen Spaß. Man bleibt am Ball und findet sich immer wieder gut rein. Das Spannungsbarometer bleibt durchgehend hoch 🙂

Wer bis jetzt noch kein Buch von ihr gelesen hat, sollte dies schnell nachholen!

Die Vermissten – Caroline Eriksson

Die Vermissten – Caroline Eriksson

Die Botschaft des Buches stimmt mich sehr positiv!

Damit habe ich tatsächlich bis kurz vorm Ende nicht gerechnet.

Der Klapptext berichtet im Grunde ziemlich genau den Anfang der Geschichte. Diese entwickelt sich dann aber in eine ganz andere Richtung.

Ich war lange hin und her gerissen, wie ich das alles finden soll. Meine Gefühle zur Protagonistin waren sehr schwankend. Von Mitgefühl bis genervt sein war alles dabei.

Aber wie gesagt, wer sich die Mühe macht, wird in jedem Fall nicht enttäuscht!

Titel und Titelbild entsprechen genau meinen Erwartungen.

Die Welt ist eine Scheibe – Alexandra Kui

Die Welt ist eine Scheibe – Alexandra Kui

Deklariert als Kinder- und Jugendliteratur erschließt sich mir der Gedanke dahinter überhaupt nicht.

Eine Aneinanderreihung von Wortgruppen. Teilweise zusammenhanglos. Schnell. Wirr.

Sicher ist die Gedankenwelt eines 16jährigen Mädchens vom Lande eine ganz Eigene, doch dieser Inhalt verwirrt mich. Der Sprachgebrauch zu hoch für einen Teenager.

Und es war langatmig für ein so dünnes Buch.

Schade. Aber nicht mein Geschmack.

Selfies – Jussi Adler Olsen

Selfies – Jussi Adler-Olsen

Auch der siebte Teil dieser Reihe erfüllt alle meine Erwartungen. Ich hatte mich sehr darauf gefreut endlich wieder etwas vom Sonderdezernat Q zu lesen.

Wer bereits eines der Vorgänger gelesen hat, weiß wie spannend die Geschichten um Carl Mørck und seine Kollegen sind.

Auch dieses Mal hat es der Autor geschafft verschiedene Fäden zu einem großen Ganzen zu verbinden.

Im Fokus steht diesmal unter anderem Rose, die gute Seele der Abteilung. Die Kollegen bemühen sich, neben ihren anderen Fällen ungemein, das große Rätsel um sie zu entschlüsseln.

Die Charaktere der Ermittler waren wieder hochsympathisch und super clever.

Es war mir ein Genuss!

Wer noch keines der Bücher gelesen hat, bitte unbedingt anfangen. Es lohnt sich!!!

Der Sprung – Simone Lappert

Der Sprung – Simone Lappert

Der Klapptext hat hohe Erwartungen in mir geweckt.

Bis zum Ende war ich nicht sicher, ob sie erfüllt werden können.

Doch, sie konnten!

Wir springen in jedem Kapitel zwischen den einzelnen Personen hin und her, die sich um Manu auf dem Dach drehen.

Ich mag Geschichten, die sich am Ende zusammenfügen. Vor allem, wenn das Wie und Warum lange verborgen bleiben.

Das ist hier teilweise der Fall.

Allerdings hätte ich mir zu einigen Personen ein weiterführenderes Ende gewünscht. Kein wirkliches Ende oder eine Klärung, aber wenigstens einen Abschluss für den Moment. Um nicht zu Spoilern, möchte ich an der Stelle nicht weiter darauf eingehen.

Jeder hat seine eigene Geschichte zu erzählen und Manu ist der Grund, warum sich über kurz oder lang alles verbindet.

Sehr tief berührt hat es mich nicht, aber es ist ein schönes Buch, gut durchdacht und ein wenig inspirierend das ein oder andere Mal hinter die Fassade zu blicken.

Der Kastanienmann – Søren Sveistrup

Der Kastanienmann – Søren Sveistrup

Das Debüt des Autors kann man durchaus als gelungen bezeichnen!

Ein sehr durchdachter Roman, dem es keineswegs an Spannung fehlt!

Wir haben die taffe Polizistin, die als Außenseiter gilt und eigentlich lieber in eine andere Abteilung möchte. Und den Neuen, der aus anfänglich unbekannten Gründen an ihre Seite gestellt wird. Die beiden sind sich schnell einig über die jeweilige Rolle, bis Hess plötzlich eine Spur findet. Ab dann wird’s richtig spannend!

Es gibt jede Menge Verborgenes, düstere Geheimnisse und skurrile Verbindungen, so dass man als Leser stets dran bleibt.

Ich bin doch erleichtert, dass zum Ende hin alles nochmal sortiert und erklärt wird, da es zwischendurch ganz schön zur Sache ging.

Cover und Titel sind selbsterklärend, aber trotzdem sehr stylisch gestaltet.

Also alles in allem sehr gelungen!

Der Wundennäher – Marcus Hünnebeck

Der Wundennäher – Marcus Hünnebeck

Mit dem Titel habe ich mich erst etwas schwer getan. Das war mir dann doch zu eindeutig, aber das Cover hat mich dafür umso mehr gelockt. Und ich bin sehr froh, dass ich mich für das Buch entschieden habe.

Das Spannungsbarometer war stets auf Anschlag und hat sich auch bis zum Ende gut gehalten.

Die Story an sich war jetzt nicht unglaublich verworren oder abstrakt, aber dafür schafft es der Autor mit seinem Schreibstil den Leser super bei Stange zu halten.

Wird nicht mein letztes Buch von ihm sein!

Kokon – Noah Fitz

Kokon – Noah Fitz

Ein etwas eigenwilliger Klischee-Macho-Polizist macht Jagd auf einen psychopathischen Mörder.

Trotzdem schafft es der Autor den Leser gut bei Laune zu halten.

Die Dialoge wechseln Kapitelweise, so dass man immer wieder angehalten wird mit- und umzudenken. Die Charaktere sind teilweise etwas verwirrend, aber man lernt sie schnell einzuordnen.

Das Chaos, welches sich sein Privatleben nennt, ist wie gesagt etwas Klischeebehaftet, passt aber am Ende wieder gut ins Gesamtbild und zur Geschichte. Und er ist trotzdem irgendwie sympathisch 🙂

Alles in allem war ich sehr gut unterhalten!